Der erwartete Clash in der Metallindustrie zwischen klassischer Signalverarbeitung und dem „Newcomer“ Machine Learning blieb aus – stattdessen zeigte sich eindrucksvoll, wie gut diese beiden Methoden zusammenarbeiten können.
In einem Vortrag am 28.04.2026 veranschaulichte Dipl.-Ing. Dr. Oliver Lang vom CD-Labor für Signalverarbeitung und maschinelles Lernen in der Stahlindustrie genau dieses Zusammenspiel. Anhand praxisnaher Beispiele wurde deutlich, dass Signalverarbeitung und Machine Learning nicht in Konkurrenz stehen, sondern in enger Verzahnung erfolgreich eingesetzt werden können.
Besonders aufschlussreich war der Einblick in diese hybriden Ansätze, bei denen klassische, modellbasierte Schätzer mit einem neuronalen Netzwerk kombiniert werden. Während die traditionellen Methoden fundiertes physikalisches Wissen liefern, ergänzt das neurale Netz diese durch leistungsfähige Mustererkennung und die Fähigkeit, Datenlücken zu schließen. Gerade dieses Zusammenspiel macht das enorme Potential deutlich und zeigt damit Möglichkeiten für innovative und robuste Lösungen in der industriellen Praxis.
Zum Abschluss gabs anschließend wie gewohnt Pizza.
